

GESCHICHTEN UND TRADITIONEN
Das Huhn aus Indien … eine lange Geschichte !
Die Pute hat eine ebenso exotische wie mysteriöse Herkunft.
Eines ist sicher : In der Geschichte haben die Feinschmecker ihr schnell einen guten Ruf verschafft.
Zartes, üppiges, wohlschmeckendes Fleisch.
Ein Gericht, das der Tafel der größten Könige würdig war !
Ganz nebenbei, es waren die spanischen Eroberer, die die Pute in Mexiko entdeckten, als sie sich in Indien glaubten.
Auf diese These gestützt, entstand ihre erste Bezeichnung "Poule d'Inde" (Huhn aus Indien), was sich später zu "dinde" (Pute) transformierte.
Der Truthahn wurde jedoch bis zum 19. Jahrhundert sehr respektlos "jésuite" (Jesuit) genannt.
Ihre Majestät, die Pute
1548 ist das "Poule d'Inde" (Huhn aus Indien) im Menu des Hochzeitsmahls von Heinrich II und Katharina von Médicis enthalten. Der Arzt und Schriftsteller Rabelais macht aus ihm einen Genuss und sein Held Pantagruel leckt sich die Finger danach.
Der Sonnenkönig Ludwig XIV baut der Pute eine prunkvolle Voliere in seinem Palast von Versailles und ernennt mit großer Ernsthaftigkeit einen "Capitaine des Dindons du Roi" (Hauptmann der königlichen Truthähne)... Mit dem königlichen Namen machte man keine Scherze !
Die Pute als Globetrotter
Man weiß nicht genau, wann die ersten Puten über die Ozeane nach Europa kamen.
Für alle kommen sie von den Indern, das heißt von weit her.
Alle großen Seefahrer prahlten damit, sie gekostet zu haben...
Dass die Engländer die Pute "turkey" nennen, kommt daher, so sagt man, dass die englischen Händler sie zum ersten Mal in Cadix, auf der Rückreise von der Türkei, probiert haben.
Königin vom Hühnerhof
Die Pute unterschied sich sofort von den anderen Tieren im Geflügelstall, durch ihren erlesenen Appetit auf guten Mais, sowie durch ihre schöne Größe, die sie zum außergewöhnlichen Braten macht.
Im Hühnerhof wie auf dem Tisch ist die Pute ein besonderes Geflügel.
Sie gluckst voller Stolz anstatt zu gackern. Ihr schönes rotes Häubchen schmückt ihren Schnabel und macht sie von Weitem erkennbar.
Bei Tisch verbindet sie die Noblesse des großen Wildgeflügels mit der delikaten Feinheit weißen Fleisches.
Die Thanksgiving-Pute
Am letzten Donnerstag im November 1620 gehen die Pilger der Mayflower in der Bucht von Plymouth, Massachussetts, von Bord. Am Ende der Kräfte entkommen sie der Hungersnot nur dank einer segensreichen Jagd auf wilde Puten !
Seither feiern die Amerikaner diesen Tag mit dem Namen Thanksgiving's Day.
In Florida existieren noch Herden von wilden Puten, die in den Wäldern leben und sich für die Nacht in die Bäume setzen.
Ein Gericht erster Wahl - Ein Gericht mit Tradition
In den Vereinigten Staaten ist Pute das traditionelle Gericht an Thanksgiving, dem jährlichen Dankesfest am letzten Donnerstag im November.
Gefüllt mit Maronen, Leber, Maisbrot oder Mandeln, wird die gebratene Pute mit Kartoffeln und Preiselbeergelee serviert. Der Brauch will es tatsächlich, dass an diesem Tag die Pute von den in Amerika entdeckten Produkten begleitet wird.
Schließlich gehört es sich noch so, dass man zu diesem Anlass möglichst den größten Truthahn anbietet oder kauft.
Die Pute der Feinschmecker
Tradition und Geschichte haben sich zusammengetan, um aus der Pute ein Fleisch für anspruchsvolle und raffinierte Feinschmecker zu machen. Von der königlichen Tafel bis zum alltäglichen Tisch, die Pute hat alle ihre Qualitäten bewahrt.
Die Ernährungswissenschaft lehrt uns heute, dass Putenfleisch auch gute Auswirkungen auf unsere Gesundheit hat.
Als Synonym für Wohlstand und Tradition hat Putenfleisch alle großen Köche der Geschichte inspiriert. Die Mexikaner bewahrten das aztekische Rezept "poblano de guajolote", Pute in Schokoladensauce!
In den Vereinigten Staaten ist die mit Maronen gefüllte Pute Nationalgericht. In England und Frankreich gibt es traditionell die ganze, gefüllte Weihnachtspute, die leichter und feiner im Geschmack ist als eine Gans.
Und die Pute hielt Einzug in der Küche
Offiziell soll die Pute erstmals 1533 bei der Hochzeit von Katharina von Médicis und Heinrich II. auf einer französischen Tafel erschienen sein.
Unter der Regentschaft ihres Sohnes, Henri III (1574-1589) wurde sie dann zu einer häufig am französischen Hof servierten Speise.
Schließlich findet man Spuren der Pute auch in der zweiten Ausgabe von Pantagruel (Buch IV, Kapitel LIX) : Rabelais spricht von einem "poulletz d'Inde" (Huhn aus Indien).
En France...
In Frankreich misst man der Größe des Vogels weniger Bedeutung bei als seinem Geschmack, und sicher wird er aus diesem Grund auch traditionell an Weihnachten serviert, die Jahreszeit, in der Puten, Gänse und Enten ihren vollen Geschmack erreichen...
So blieb die Pute lange Zeit ein Festessen. Besonders ihr hoher Preis hielt sie vom Alltag fern. Bis schließlich die Industrie sich den neuen Bedürfnissen der Verbraucher anpasste und gebrauchsfertige Produkte in kleinen Portionen und zu erschwinglichem Preis anbot.
Von den festlichen Banketts des XVI. Jahrhunderts bis zur heutigen Ernährung sind mehr als vier Jahrhunderte vergangen, bis die Pute auf allen Tischen erschien, ohne auch nur die geringste Qualitätseinbuße.
Aufbewahren
Fleisch muß stets kalt gelagert werden : Temperaturerhöhungen vermeiden, das Fleisch beim Einkauf in eine Kühltasche geben und im kältesten Teil das heißt im untersten Fach des Kühlschranks aufbewahren.
Vorsichtsmaßnahmen
Die wichtigsten Vorsichtsmaßnahmen, die der Handel, die Gastronomie und die Verbraucher einhalten müssen.
Es ist unerlässlich, dass die vom Hersteller angegebenen Verbrauchsdaten und Aufbewahrungshinweise eingehalten werden. Insbesondere darf die Kühlkette (Lagerung der Produkte bei + 3°C) nicht unterbrochen werden. Der CIDEF startet regelmäßig Informationskampagnen zu diesem Punkt und führt zahlreiche Kontrollen durch.
Präsentieren
Eine ganze Pute wird immer zum Servieren auf den Rücken gelegt: dies ist nicht nur ästhetischer, sondern auch die einzige Position, die das Zerteilen ermöglicht.
Überraschen Sie Freunde mit einfachen und preiswerten, aber originellen Zubereitungen. Die Pute bietet eine große Auswahl an fertigen Produkten (Rouladen, Spieße, Charcuterie...) und Putenteilen. Die Garzeiten müssen gut eingehalten werden, übertriebenes Garen aber ist zu vermeiden. Gegrilltes oder gebratenes Putenfleisch hat mehr Geschmack, wenn es am Ende der Garzeit gesalzen wird. Gewürze sollten allerdings bereits zu Beginn des Kochens zugegeben werden.
